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HerzgewÀchse oder Der Fall Adams
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HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams lautet der Titel von Hans WollschlĂ€gers 1982 erschienenem Avantgarde-Roman, der zugleich tiefenpsychologische Deutung des Fauststoffes und Detektivroman ist. Der Roman war auf zwei BĂ€nde angelegt, vom „Zweiten Buch“ liegt jedoch nur das Kapitel „Enuma elisch“ vor. Die inhaltlich stark abweichende Urfassung, WollschlĂ€gers Roman „Der Fall Adams“ (1961), die ein vollstĂ€ndig beendetes, selbststĂ€ndiges Werk ist, wurde im Oktober 2025 posthum veröffentlicht.

Contents

‱ Werktitel
‱ Rezeption
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Werktitel

Der anspielungsreiche Werktitel HerzgewĂ€chse weist auf einen veralteten medizinischen Begriff sowie auf Arnold Schönbergs gleichnamiges op. 20 fĂŒr hohen Sopran, Celesta, Harmonium und Harfe (1911) hin, welches die Vertonung des ins Deutsche ĂŒbersetzten Gedichtes Feuillage du coeur aus Maurice Maeterlincks Serres chaudes (1889) ist. Der Nebentitel Der Fall Adams spielt auf den Mythos vom SĂŒndenfall sowie eine Passage in James Joyce’ Finnegans Wake an.cite-ref-1[1] Der Untertitel Fragmentarische Biographik in unzufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern bezieht sich wiederum auf E.T.A. Hoffmanns Roman Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern.

Romanhandlung

WollschlĂ€ger, der im fiktiven „Vorwort“ zu den „HerzgewĂ€chsen“ den Herausgeber von tagebuchartigen Aufzeichnungen eines 1900 geborenen Schriftstellers und Philosophen namens Michael Adams mimt, hat bei Lesungen die Romanhandlung oft durch folgende Einleitung skizziert:

„
 Dieses Buch HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams ist insofern ein Roman wie andere auch, eine Ich-Aufzeichnung, und an der OberflĂ€che ‚spielt‘ es in einer ganz konkreten Zeit und an einem ganz konkreten Ort: es ist die Selbst-Reflexion eines Emigranten, der nach dem Krieg, 1950, in die Stadt zurĂŒckkehrt, in der er aufgewachsen ist, und sich in eben dem Haus, in eben den Zimmern einmietet, in denen er seine Jugend verbracht hat. Aber das ist nur die Ă€ußere HĂŒlse der tagebuchĂ€hnlichen Form, also das, was so gemeinhin ‚Stoff‘ heißt, ‚Inhalt‘, ‚Fabel‘; es ist nur die Außenkontur einer Isolation, die in ihrem Innern nun vor sich hinbrĂŒtet – und in die Erinnerung und RealitĂ€t gleichermaßen schwebend hereindringen und einander schließlich so zerrĂŒtten, dass ein – klinisch gesprochen – paranoischer Zerfall des denkenden, fĂŒhlenden, schreibenden Ichs stattfindet. Der Riss, in den da hinunterzublicken ist, geht durch viele Persönlichkeitsschichten; er reicht zuletzt hinab bis ins frĂŒhe Schicksal – nicht nur des individualen Einzelmenschen, sondern der ganzen Menschen-Art, in jene Psychologie oder Meta-Psychologie also, deren Erfahrungsgesetze im Mythos erstarrt sind. Das Buch handelt, könnte man sehr pauschal sagen, von der ‚Wiederkehr des Gleichen‘, und nicht nur da, ganz oben und außen, wo es das greifbare Polit-Schicksal des Jahres 1950, ja eines wahrhaften Schicksalsjahrs, reflektiert; was wiederkehrt, ist die mythisch verschlungene Matrix aus onto- wie phylogenetischer PrĂ€-Historie, die das Reagieren dessen, was man so auf Idealistisch den ‚freien Willen‘ des Ichs nennt, unweigerlich fortbestimmt. Da es sich um Literatur handelt, ist diese Vorgeschichte auch literar-historisch gespiegelt: wenn eine der TrĂ€ger-Schichten der Sukzessiv-Form der Faust-Mythos ist, so macht der Szenenplan durchaus Gebrauch von den zahlreichen Bearbeitungen, die dieser Mythos in der Literaturgeschichte, vorab der deutschen, bisher erfahren hat. Entsprechend ist etwa das sich spaltende, zerfallende Ich in jener Beziehungs-Konfiguration gespiegelt, die bei Goethe ‚Faust – Mephistopheles‘ heißt und sie stellt ein weiteresmal die Gegensatz-Einheit der Zwei-Seelen-in-einer-Brust dar, die man heute psychologisch auch mit dem Begriff der ‚Freudschen Instanzen‘ bezeichnen könnte. Hier heißt der Ich-Protagonist Michael Adams und sein Widerpart F.A. Galland, und der Gegensatz reicht von der Grundcharakteristik bis ins Aesthetische: ist jenem auch sprachlich der gedrĂŒckte Ton der schweren Seelenbewegung zugeordnet, so bewegt dieser sich durchaus Allegro con brio durchs GetĂŒmmel des Weltlaufs: er wechselt seine Wesens-Farben wie die Farben einer Orchester-Instrumentation und verbirgt seine Teufels-Art hinter der Maske eines quer durch die Zeiten huschenden Stils, in dem barocke Opulenz und verblasene Phrasenhaftigkeit zusammenfließen. 
“

–

Hans WollschlÀger

: Vorbemerkung zu einer

HerzgewÀchse

-Lesung.

Als Romanautor hat WollschlĂ€ger die fiktive Herausgeberrolle so ĂŒberzeugend formuliert, dass die „HerzgewĂ€chse“ im Katalog der „Österreichischen Nationalbibliothek“ unter dem Namen des Roman-Protagonisten „Michael Adams“ verzeichnet wurden und der tatsĂ€chliche Romanautor lediglich als „Herausgeber“ angefĂŒhrt wurde.

Entstehungsgeschichte

„Der Fall Adams“

Ende der 1950er Jahre hat WollschlĂ€ger mit der Niederschrift seines ersten Romans begonnen, den er Der Fall Adams nannte und zum Jahreswechsel 1961/62 seinem Mentor Arno Schmidt vorgelegt hat.cite-ref-weigel-0-3-0[3] FĂŒr diese Ende 1961 beendete Romanversion suchten Schmidt und WollschlĂ€ger vergeblich einen Verlag. Der von Schmidt angeschriebene Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld informierte WollschlĂ€ger, dass er, Martin Walser und Hans Magnus Enzensberger gemeinsam mit Uwe Johnson mehrere Stunden lang WollschlĂ€gers Roman und dessen allfĂ€llige Veröffentlichung erörtert hĂ€tten. Obwohl sie von seiner außerordentlichen sprachlichen Begabung und einzelnen großartigen Passagen fasziniert wĂ€ren, seien sie zusammenfassend aber doch gegen die Veröffentlichung, da WollschlĂ€ger als ErzĂ€hler zu wenig Distanz zur Hauptfigur pflege und diese nahezu terroristische ZĂŒge habe, indem zu viele ihrer Äußerungen beleidigend und verletzend wĂ€ren.cite-ref-4[4]

Einen Abschnitt seines Romans „Der Fall Adams“ hat WollschlĂ€ger am 5. November 1964 fĂŒr die Hörfunkreihe „Studio fĂŒr neue Literatur“ des Hessischen Rundfunks aufgenommen.cite-ref-lesungen-1964-5-0[5] Der 34-minĂŒtige Mitschnitt, zu dem JĂŒrgen Manthey als sendungsverantwortlicher Redakteur eine kurze EinfĂŒhrung gesprochen hat, wurde am 28. November 1964 unter dem Sendungstitel „Warten auf G.“ ausgestrahlt, wobei G nicht Samuel Becketts „BĂŒhnen-Nichtfigur“ Godot, sondern Michael Adams’ Mephisto F.A. Galland meint.cite-ref-6[6] Mitte Dezember 1964 hat WollschlĂ€ger im Rahmen einer dreitĂ€gigen Literaturveranstaltung in Oberursel aus dem Finale des Romans vorgelesen, worĂŒber Hans-JĂŒrgen Fröhlich in der Zeitung Die Welt berichtet hat.cite-ref-lesungen-1964-5-1[5]

Im Oktober 2025 wurde posthum die 1961 verfasste Urfassung von WollschlĂ€gers Roman „Der Fall Adams“ veröffentlicht, die Arno Schmidt in den 1960er Jahren mehreren bundesdeutschen Verlagen zur Veröffentlichung empfohlen hat. Sie ist im Unterschied zu der 1982 nur zur HĂ€lfte erschienenen Neubearbeitung ein vom Autor vollstĂ€ndig beendetes selbststĂ€ndiges Werk. Die WollschlĂ€ger-Vertraute Gabriele Gordon, die WollschlĂ€gers Urheberrechte geerbt hat und verwahrt, hat den Unterschied zwischen „Der Fall Adams“ (1961) und „HerzgewĂ€chse“ (1982) so zusammengefasst: „Die Erstveröffentlichung der â€șHerzgewĂ€chseâ€č von 1982 beruhte auf einer Fassung, die von der Urversion keinen Stein mehr auf dem anderen ließ.“cite-ref-7[7] „Das 1981/82 komplett ĂŒberarbeitete Manuskript hat mit dem alten nur noch wenig zu tun, weil die damalige Mahler-BeschĂ€ftigung durch die May-BeschĂ€ftigung ĂŒberlagert wurde, die erst nach 1962 intensiver gewordenen Psychoanalyse-Kenntnisse in die Neubearbeitung einflossen und die Galland-Figur, damals als PortrĂ€t des Karl-May-Verlag-Verlegers Roland Schmid angelegt, ĂŒberzeitlich wurde und das leitmotivische HerzgewĂ€chse-Gedicht an Bedeutung etwas verlor. Man muss den veröffentlichten Text (nebst der Überarbeitung â€șEnuma Elischâ€č) als neues, Fragment gebliebenes, Werk betrachten und das vorhandene komplette von 1961 als eigenstĂ€ndige Vorstufe“.cite-ref-8[8]

„HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“

Nach dem Erfolg von WollschlĂ€gers hochgelobter und mehrfach ausgezeichneter Übersetzung von James Joyce’ „Jahrhundertroman“ Ulysses kĂŒndigte der Cheflektor des Diogenes Verlags, Gerd Haffmans, 1976 mit WollschlĂ€gers EinverstĂ€ndnis die Veröffentlichung von „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“ im Diogenes-Verlag an. FĂŒr die Verlagsvertreter ließ Haffmans 1978 eine spiralgebundene Leseprobe der „HerzgewĂ€chse“ anfertigen, welche die ersten zwei des auf sieben Kapitel angelegten Romans enthielt. Eine knapp 30 Minuten dauernde Passage dieser Romanfassung hat WollschlĂ€ger am 17. November 1980 fĂŒr die von Gisela Lindemann betreute NDR-Radioreihe „Neue Texte“ im NDR-Funkhaus Hannover auf Band gesprochen, das am 25. November 1980 abends ausgestrahlt wurde.cite-ref-9[9]

Dennoch wurde die 1976 angekĂŒndigte Veröffentlichung der „HerzgewĂ€chse“ von Jahr zu Jahr verschoben. Diogenes-Verleger Daniel Keel begrĂŒndete die mehrjĂ€hrige Verzögerung damit, dass WollschlĂ€ger den Roman, der sich lose um Nietzsche ranke, kĂŒrzen und etwas realistischer gestalten wolle. WollschlĂ€ger rechtfertigte die VerspĂ€tung mit dem Aufwand der Überarbeitung, die er fĂŒr notwendig hielt, um den Roman nach zwanzig Jahren ruhigen Gewissens in einer seinen gewachsenen AnsprĂŒchen entsprechenden QualitĂ€t publizieren zu können.cite-ref-weigel-0-3-1[3]

Schließlich ist das „Erste Buch“ der „HerzgewĂ€chse“ Ende 1982 in dem mit finanzieller UnterstĂŒtzung durch Jan Philipp Reemtsma ins Leben gerufenencite-ref-10[10] Haffmans Verlag erschienen. Das fĂŒr 1984 angekĂŒndigte „Zweite Buch“, das den Roman fortsetzen und abschließen sollte, blieb ungeschrieben. Lediglich der Beginn des vierten Kapitels wurde 1987 unter dem Titel „Enuma elisch“cite-ref-wollschlaeger-5-11-0[11] veröffentlicht und im Januar 1994 von WollschlĂ€ger in Wien öffentlich vorgetragen.

Im Herbst 2011 erschien in der WollschlĂ€ger-Werkausgabe die unvollendete „HerzgewĂ€chse“-Fassung von 1982. Im Anhang wurde „Enuma elisch“, die einzige ausformulierte Passage des geplanten „Zweiten Buches“ abgedruckt.

Rezeption

Das „Erste Buch“ der HerzgewĂ€chse war bei seinem Erscheinen 1982 einigen Kritikern zufolge eine „literarische Sensation“cite-ref-falter-zitat-12-0[12] und bald Thema mehrerer österreichischer und deutscher Diplomarbeitencite-ref-13[13]cite-ref-14[14]cite-ref-diplomarbeit-15-0[15]cite-ref-16[16] und Dissertationen.cite-ref-kaucic-17-0[17]cite-ref-dissertation-18-0[18] Andere Rezensenten standen dem Werk „respektvoll, aber einigermaßen ratlos“ gegenĂŒber.cite-ref-tod-19-0[19] Paul Ingendaay resĂŒmiert anlĂ€sslich WollschlĂ€gers Tod: „Was darin [in HerzgewĂ€chse] begonnen wurde, konnte nicht eingelöst werden, und jenseits der routinierten Verbeugung vor dem avantgardistischen Wollen dieses KĂŒnstler- und Bewusstseinsromans bleibt festzuhalten, dass WollschlĂ€ger kein ErzĂ€hler und der Roman eindeutig nicht seine Gattung war.“cite-ref-tod-19-1[19]

In einer Kurzbesprechung fasst Andreas Weigel, Autor einer zweibĂ€ndigen HerzgewĂ€chse-Monographie,cite-ref-diplomarbeit-15-1[15]cite-ref-dissertation-18-1[18] Inhalt und Gestaltung von WollschlĂ€gers experimentellen Roman folgendermaßen zusammen:

„Der faszinierende Roman hat es faustdick hinter den Worten. WollschlĂ€ger zeigt Satz fĂŒr Satz, wie viel er von seinen Vorbildern [
] gelernt hat. Aber als guter SchĂŒler unterscheidet er sich von seinen Lehrern, denen er nacheifert, ohne sie nachzuahmen. Dieses faustische Streben, es Göttern gleich zu tun, ist auch ein Hauptmotiv der HerzgewĂ€chse – die Konsequenz wird im Nebentitel angedeutet: Höllensturz, SĂŒndenfall und Teufelspakt werden tiefenpsychologisch als Bewußtseinsspaltung dargestellt und bieten den Rahmen, eine wissenschaftliche Theorie als mitreißenden Kriminalfall zu prĂ€sentieren. Als absolute Literatur reden die HerzgewĂ€chse bewusst in sich von sich mit sich selbst, wodurch sie zugleich ihre eigene SekundĂ€rliteratur sind. Überhaupt ist WollschlĂ€gers restliches Schaffen primĂ€r Kommentar zu diesem Über-Lebenswerk.“cite-ref-falter-zitat-12-1[12]

Die Geschichte der WollschlĂ€ger-Rezeption ist fĂŒr den HerzgewĂ€chse-Interpreten Andreas Weigel unter mehreren Aspekten bemerkenswert. Seines Erachtens „betraf die vehementeste Kritik weniger WollschlĂ€gers geschriebenes als vielmehr sein ungeschriebenes Werk und die wachsende Ablehnung erfolgte weniger durch Worte als Taten. [
..] [Z]ahlreiche Mitglieder [von WollschlĂ€gers] Lesergemeinde [hĂ€tten] ihre „HerzgewĂ€chse“-Exemplare aus EnttĂ€uschung ĂŒber das Ausbleiben des zweiten Teils in die Antiquariate getragen.“cite-ref-20[20] Bei vielen habe der nicht erfolgte Abschluss der HerzgewĂ€chse zum Desinteresse an WollschlĂ€gers weiterem Schaffen gefĂŒhrt. Der fehlende Abschluss habe viel von dem Lob, das WollschlĂ€ger fĂŒr das ‚Erste Buch’ erhalten habe, „zu Vorschusslorbeeren entwertet“,cite-ref-21[21] schließt Weigel im Hinblick auf seine zweibĂ€ndige HerzgewĂ€chse-Monographiecite-ref-22[22]cite-ref-weigel-7-23-0[23] und bedauert, „dass WollschlĂ€ger die „HerzgewĂ€chse“, die sein literarisches Ansehen als Romanautor begrĂŒndet haben und gesichert hĂ€tten, unvollendet ließ, um sich stattdessen der Edition der Werke Karl Mays und Friedrich RĂŒckerts zu widmen.“cite-ref-24[24]

WollschlĂ€ger selbst hat keinen Zweifel gelassen, dass die „HerzgewĂ€chse“ sein Lebenswerk sind: „Das ist mein Mittelpunkt, diese ‚HerzgewĂ€chse‘, und das Drumherum sind Marginale.“cite-ref-25[25]

Literatur

PrimÀrliteratur

Textausgaben

‱ „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Fragmentarische Biographik in unzufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern“. Spiralgebundene Leseprobe fĂŒr die „Diogenes“-Verlagsvertreter (1978) – Das 169 Seiten starke Typoskript umfasst die ersten 270 Seiten der 1982 veröffentlichten gedruckten Fassung der HerzgewĂ€chse.
‱ Wir in effigie. Vorabdruck aus „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. In: Tintenfaß. Nr. 2. ZĂŒrich: Diogenes 1981 (= detebe 22002), S. 209–226.
‱ „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Fragmentarische Biographik in unzufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern“. Erstes Buch (1982), ISBN 978-3-251-00006-7.
‱ „Enuma elisch“. Vorabdruck aus dem bislang unveröffentlichten zweiten Band der „HerzgewĂ€chse“. In: Der Rabe, Nummer 500, S. 134–139 (1987).
‱ „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Fragmentarische Biographik in unzufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern“. Schriften in Einzelausgaben. Herausgegeben von Monika WollschlĂ€ger. Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0958-6.
‱ Der Fall Adams. Fragmentarische Biographik in unzufĂ€lligen MakulaturblĂ€ttern. Roman. Herausgegeben von Thomas Körber und Nico Prelog. Göttingen 2025. ISBN 978-3-8353-5502-6.

TontrÀger

‱ Hans WollschlĂ€ger liest „Wir in effigie“ aus HerzgewĂ€chse. Mitschnitt einer Lesung in der UniversitĂ€t Freiburg. EinfĂŒhrung von Uwe Pörksen. Staufen im Breisgau. Aurophon 1984.
‱ Hans WollschlĂ€ger: Lesung aus „HerzgewĂ€chse oder der Fall Adams“. Sammlung „Hosers Buchhandlung“: Tonband 61 vom 29. September 1983 (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Rundfunklesungen

‱ Hans WollschlĂ€ger liest „Warten auf G“ aus „Der Fall Adams“. Hessischer Rundfunk. II. Programm. „Studio fĂŒr Neue Literatur“. 28. November 1964. 22 Minuten.
‱ Hans WollschlĂ€ger liest „Wir in effigie“ aus „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. NDR. „Neue Texte“. 25. November 1980. 28 Minuten.
‱ Hans WollschlĂ€ger liest „Contritio et poenitentia“ aus „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. NDR. „Autoren lesen: Hans WollschlĂ€ger“. 12. April 1983. 68 Minuten.

SekundÀrliteratur

BĂŒcher

‱ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. 2 BĂ€nde. Frankfurt/M. 1992 ISBN 3-924147-11-6 und Wiesenbach 1994, ISBN 3-924147-18-3.
‱ Rudi Schweikert (Hrsg.): Hans WollschlĂ€ger. Eggingen 1995, ISBN 3-86142-060-0.

Hochschularbeiten

‱ Werner Gotzmann: Hans WollschlĂ€ger. ErzĂ€hlen zwischen Essayistik und Übersetzung. Berlin 1984 (Magisterarbeit).
‱ Andrea Scholz: „Absurd genug – die Ähnlichkeit“. Zur Literarisierung Karl Mays in Hans WollschlĂ€gers Roman „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. Karlsruhe 1986 (Magisterarbeit).
‱ Gerhard Kaucic: Grammatotechne als Grammatologie der „HerzgewĂ€chse“ oder von der InkommunikabilitĂ€t. Salzburg 1986 (Dissertation).
‱ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen (I) zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“. Wien 1988 (Magisterarbeit).
‱ Andreas Weigel: „sofern sich’s lesen lĂ€sst, ohne GedĂ€chtnis an Gegenwart – las ich noch nie so lange Zeit aus so gekĂŒrzten Zeilen: Stunden aus noch Sekunden.“ Lese-Notizen (II) zu Hans Wollschlaegers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch.“ Wien 1990 (Dissertation).
‱ Bernhard Bittl: Literarische Darstellung psychischer Prozesse in Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder der Fall Adams. Erstes Buch.“ MĂŒnchen 1998 (Hausarbeit).

BuchbeitrÀge

‱ Maria Eger: Hans WollschlĂ€ger. In: Kritisches Lexikon der Gegenwartsliteratur. MĂŒnchen: edition text + kritik 2009. S. 2–10.
‱ Volker Hage: Zur deutschen Literatur 1982. In: Volker Hage: Deutsche Literatur 1982. Ein JahresrĂŒckblick. Herausgegeben von Volker Hage in Zusammenarbeit mit Adolf Fink. Reclam, Stuttgart 1983, S. 7–27. S. 9 ff. (= Universal-Bibliothek. Band 7915).
‱ Martin Huber: Polyphonie des Schreibens. Zur Funktion der Musik in Hans WollschlĂ€gers ‚HerzgewĂ€chse oder der Fall Adams‘. In: Jahrbuch der Deutschen Schiller-Gesellschaft Band 39, 1995, S. 371–387.
‱ Stefan Iglhaut: Hans WollschlĂ€ger. In: Moser, Dietz-RĂŒdiger (Hrsg.): Neues Handbuch der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945. BegrĂŒndet von Hermann Kunisch, fortgefĂŒhrt von Herbert Wiesner und Sybille Cramer, neu herausgegeben von Dietz-RĂŒdiger Moser unter Mitwirkung von Petra Ernst, Thomas Kraft und Heidi Zimmer. dtv, MĂŒnchen 1993 (= dtv. Band 3296). S. 1168–1171.
‱ Thomas Körber: Nietzsches ewige Wiederkehr bei Hans WollschlĂ€ger. In: Ders.: Nietzsche nach 1945. Zu Werk und Biographie Friedrich Nietzsches in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. WĂŒrzburg 2006, ISBN 3-8260-3220-9, S. 138–145.
‱ Josef Quack: Gegenwartsliteratur, alexandrinisch. In: Ders.: Die fragwĂŒrdige Identifikation. Studien zur Literatur. Königshausen und Neumann, WĂŒrzburg 1991, S. 155–172.
‱ Kurt Rothmann: Hans WollschlĂ€ger. In: Ders.: Deutschsprachige Schriftsteller seit 1945 in Einzeldarstellungen. Reclam, Stuttgart 1985, S. 394–398.

Bargfelder Bote

‱ Andreas Weigel: Seinem SchĂŒler abhanden gekommen. Hans WollschlĂ€gers Erkundungen zu Arno Schmidts wortloser ZurĂŒckweisung. Zum Briefwechsel zwischen Alice Schmidt und Hans WollschlĂ€ger (Januar 1975 – Juli 1983). In: »Bargfelder Bote«, Lfg. 401–403, August 2016. S. 3–35.
‱ Andreas Weigel: Wechselhafte Ab-und-Zu-Wendungen. Arno Schmidts Goethepreisrede in Hans WollschlĂ€gers Briefwechsel mit Alice Schmidt. In: »Bargfelder Bote«, Lfg. 400, Mai 2016. S. 32–35. ISBN 978-3-921402-50-4.

Rezensionen

‱ Udo Benzenhöfer: „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. Bemerkungen zu einem Roman Hans WollschlĂ€gers. In: Ärzteblatt Baden-WĂŒrttemberg. 10. Stuttgart 1990. S. 650–654.
‱ Jörg Drews: Versuchung und Höllensturz des heiligen Michael. Nach 20 Jahren veröffentlicht: Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse“. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 18./19. Dezember 1982.
‱ Ludwig Harig: Metaphorik schwieriger Jahre. Schachtel-FĂŒlle. Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse“ – Auch ein Roman der Restaurationszeit der fĂŒnfziger Jahre. In: Die Zeit. Nr. 13. 13.–25. MĂ€rz 1983 (Literatur S. 5).
‱ Peter K.: Work In Progress: Ästhetik gegen den Tod. Hans WollschlĂ€gers »HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams, erstes Buch«. In: Umbruch 5/1984. S. 20–23.
‱ Ernst Nef: Auf der Suche nach der Ur-Sache. Hans WollschlĂ€gers Roman «HerzgewĂ€chse». In: Neue ZĂŒrcher Zeitung, 22. April 1983.
‱ Helmut Schmiedt: KĂ€mpfe, Spiele, Klagen, KlĂ€nge. Statt keiner Rezension: Hans WollschlĂ€gers Roman „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams, erstes Buch“. In: die horen Nr. 28 (1983). Heft 2. S. 183–186.
‱ Thomas Schreiber: Soiree. Neue BĂŒcher – Neue Texte. „kein Fleckchen Leben mehr greifbar, nur das Gedruckte“ (HG 167). Rezension zu Hans WollschlĂ€ger: HerzgewĂ€chse. SĂŒdwestfunk II. 18. Dezember 1982.
‱ Walter SchĂŒbler: WollschlĂ€ger fĂŒr Leser. Über Andreas Weigels bahn- und bannbrechende Arbeiten zu den „HerzgewĂ€chsen“. In: Gegenwart. Herausgegeben von Stefanie Holzer und Walter Klier. Nr. 25. April/Mai/Juni 1995. ISBN 3-216-30139-7.
‱ Albert von Schirnding: Höheres Indianerspiel. Hans WollschlĂ€gers »HerzgewĂ€chse«. In: Merkur. Deutsche Zeitschrift fĂŒr europĂ€isches Denken. Heft 6. September 1983. S. 701–705.
‱ Andreas Weigel: Schenken und lesen! Hans WollschlĂ€ger: „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“ und „Wiedersehen mit Dr. F. Beim Lesen in Letzter Zeit.“ In: „Falter“. Nr.51-52/1997. S. 98.
‱ Elsbeth Wolffheim: »Ein StĂŒckchen Zeit: ein Ausschnitt«. In: Frankfurter Hefte 2/1984. S. 76–77.

Weblinks

‱ Andreas Weigel: Off-topic: Zu Hans WollschlĂ€gers zehntem Todestag (17. MĂ€rz 1935 – 19. Mai 2007).
‱ Andreas Weigel: Zu Hans WollschlĂ€gers viel versprechendem Gruß aus der literarischen GerĂŒchte-KĂŒche. (Memento vom 20. MĂ€rz 2005 im Internet Archive) Kapitelweise Zusammenfassung der zweibĂ€ndigen Monografie zu Hans WollschlĂ€gers »HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch«.
‱ Walter SchĂŒbler: WollschlĂ€ger fĂŒr Leser. Über Andreas Weigels bahn- und bannbrechende Arbeiten zu den „HerzgewĂ€chsen“. (Memento vom 8. April 2022 im Internet Archive) In: Gegenwart. Herausgegeben von Stefanie Holzer und Walter Klier. Nr. 25. April/Mai/Juni 1995, ISBN 3-216-30139-7, S. 49.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ “
 making his reporterage on Der Fall Adams for the Frankofurto Siding, a Fastland payrodicule 
” James Joyce. Finnegans Wake.
cite-note-21. Gedruckt in: Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen (I) zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“. Frankfurt a. Main 1992, S. 3 ff.
cite-note-weigel-0-33. ↑ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen (I) zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“. Frankfurt a. Main 1992, S. 6–23.
cite-note-44. ↑ Siegfried Unseld: Brief / Lektoratsgutachten vom 5. Dezember 1963 an Hans WollschlĂ€ger. Suhrkamp Verlag.
cite-note-lesungen-1964-55. ↑ Andreas Weigel: Hans WollschlĂ€gers Rundfunklesung aus „Der Fall Adams“ (1964) (Memento vom 14. Januar 2013 im Webarchiv archive.today).
cite-note-66. ↑ Literatur und die eigene Existenz. Eine Umfrage
cite-note-77. ↑ Gabriele Wolff: Hans WollschlĂ€ger: SudelbĂŒcher I – III. 17. MĂ€rz 2012.
cite-note-88. ↑ Gabriele Gordon: E-Mail vom 13. September 2009 an Andreas Weigel.
cite-note-99. ↑ Eine eigens fĂŒr Arno Schmidts Witwe Alice angefertigte Kopie dieser Radiosendung befindet sich im Archiv der Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld.
cite-note-1010. ↑ Das Ende der Fahnenstange. In: Der Spiegel. Nr. 12, 16. MĂ€rz 1997 (Online [abgerufen am 17. Mai 2025]).
cite-note-wollschlaeger-5-1111. ↑ Hans WollschlĂ€ger: Enuma elisch In: Gerd Haffmans (Hrsg.): Der Rabe, Nr. 500, S. 134–139, Haffmans, ZĂŒrich 1987.
cite-note-falter-zitat-1212. ↑ Andreas Weigel: Hans WollschlĂ€gers HerzgewĂ€chse (Memento vom 6. November 2005 im Internet Archive). In: Falter. Stadtzeitung Wien, Nr. 51/52, 1997, Kultur, S. 98.
cite-note-1313. ↑ Werner Gotzmann: Hans WollschlĂ€gerErzĂ€hlen zwischen Essayistik und Übersetzung. Berlin 1984 (Magisterarbeit)
cite-note-1414. ↑ Andrea Scholz: „Absurd genug – die Ähnlichkeit-“. Zur Literarisierung Karl Mays in Hans WollschlĂ€gers Roman „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams“. Karlsruhe 1986 (Magisterarbeit).
cite-note-diplomarbeit-1515. ↑ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen (I) zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“. Wien 1988 (Magisterarbeit).
cite-note-1616. ↑ Bernhard Bittl: Literarische Darstellung psychischer Prozesse in Hans WollschlĂ€gers HerzgewĂ€chse oder der Fall Adams. Erstes Buch. MĂŒnchen 1998 (Hausarbeit).
cite-note-kaucic-1717. ↑ Gerhard Kaucic: Grammatotechne als Grammatologie der 'HerzgewĂ€chse' oder von der InkommunikabilitĂ€t. Salzburg 1986 (Dissertation).
cite-note-dissertation-1818. ↑ Andreas Weigel: sofern sich’s lesen lĂ€sst, ohne GedĂ€chtnis an Gegenwart – las ich noch nie so lange Zeit aus so gekĂŒrzten Zeilen: Stunden aus noch Sekunden. Lese-Notizen (II) zu Hans Wollschlaegers HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch. Wien 1990 (Dissertation (Memento des Originals vom 8. April 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/media.obvsg.at).
cite-note-tod-1919. ↑ Paul Ingendaay: Zum Tode Hans WollschlĂ€gers – Der grĂ¶ĂŸte aller Diener. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. vom 20. Mai 2007.
cite-note-2020. ↑ Andreas Weigel: Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse“. Vehemente Kritik am ungeschriebenen Werk.
cite-note-2121. ↑ Andreas Weigel: Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse“. Vehemente Kritik am ungeschriebenen Werk.
cite-note-2222. ↑ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen (I) zu Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“; Wien 1988 (Magisterarbeit) und Andreas Weigel: sofern sich’s lesen lĂ€sst, ohne GedĂ€chtnis an Gegenwart – las ich noch nie so lange Zeit aus so gekĂŒrzten Zeilen: Stunden aus noch Sekunden. Lese-Notizen (II) zu Hans Wollschlaegers HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. Erstes Buch. Wien 1990 (Dissertation (Memento des Originals vom 8. April 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/media.obvsg.at)
cite-note-weigel-7-2323. ↑ Andreas Weigel: „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lesenotizen zu Hans WollschlĂ€gers 'HerzgewĂ€chse oder Der Fall Adams. 2 BĂ€nde. Frankfurt 1992 und 1994.
cite-note-2424. ↑ Andreas Weigel: Hans WollschlĂ€gers „HerzgewĂ€chse“. Vehemente Kritik am ungeschriebenen Werk.
cite-note-2525. ↑ Hans WollschlĂ€ger: Ich mache Musik mit Buchstaben. GesprĂ€ch mit Monika Buschey (2003). In: Wie man wird, was man ist. Hans WollschlĂ€ger Schriften in Einzelausgaben. Wallstein Verlag 2009. S. 305–316. S. 312.